Naturstein im Bad: Zeitlos schöne Räume
Massivstücke als skulpturales Gestaltungselement
Individuelle Formate, vielfältige Oberflächen und maßgefertigte Werkstücke eröffnen im Bad große gestalterische Möglichkeiten. Sorgfältig geplant und ausgeführt, verbindet Naturstein kreative Freiheit mit hoher Langlebigkeit.
Für viele Bauherren ist das Bad ein Rückzugsort, an dem natürliche Materialien eine besondere Rolle spielen. Mit seinen über Jahrmillionen entstandenen Farben und Strukturen bringt Naturstein ein Stück Natur in den Wohnraum. Zugleich lässt sich das Material auf persönliche Vorstellungen und räumliche Gegebenheiten abstimmen. So können Wandflächen, Einbauten, Nischen und Ablagen aus demselben Stein zu einem durchgängigen Gestaltungskonzept verbunden werden.
Auch massive Waschtische zeigen, wie vielseitig sich Naturstein dreidimensional bearbeiten lässt. Sie entstehen aus einem Werkstück, mit ausgearbeiteten Becken, geneigten Flächen oder linearen Abläufen. Material, Konstruktion und Form bilden eine Einheit. Dabei entstehen funktionale Lösungen ebenso wie skulpturale Einzelstücke. Dafür muss keineswegs das gesamte Bad in Naturstein ausgeführt werden. Schon ein massives Becken oder ein individuell gefertigter Waschtisch kann als Solitär den Raum prägen, etwa in Kombination mit farblich abgestimmten Wand- und Bodenflächen. Auch in der Dusche kommen massive Werkstücke aus Naturstein zum Einsatz: Selbst die Duschtasse kann aus einem Rohling gefertigt werden, wobei Gefälle, Rand und Entwässerung direkt in den Stein eingearbeitet werden.
Materialwirkung und Oberflächen
Die natürliche Zeichnung des Steins kommt besonders auf großen Flächen zur Geltung. Großformatige Platten reduzieren den Fugenanteil und lassen Adern, Farbwechsel und Strukturen nahezu ungestört wirken. Aktuelle Entwürfe setzen dabei vor allem auf klare Linien und eine reduzierte Formensprache, die den Wunsch nach hochwertiger, möglichst zeitloser Gestaltung aufgreift und die natürliche Zeichnung des Steins besonders zur Geltung bringt.
Neben Format und Fugenteilung bestimmt die Oberflächenbearbeitung, wie der Stein optisch und haptisch wahrgenommen wird. Gegenwärtig sind vor allem Oberflächen gefragt, die den natürlichen Materialcharakter betonen. Bei der Farbwahl stehen derzeit Beige-, Erd- und andere warme Naturtöne im Vordergrund. An Wandflächen lässt Naturstein besonders viel gestalterischen Spielraum: Je nach gewünschter Wirkung kann das Material poliert, satiniert, gebürstet oder stärker strukturiert ausgeführt werden. Bei Bodenbelägen und Duschtassen muss die Gestaltung zugleich die erforderliche Rutschhemmung berücksichtigen. Mit der passenden Kombination aus Gesteinsart und Bearbeitung lassen sich zudem pflegeleichte Lösungen realisieren.
Früh planen, dauerhaft bauen
Die gestalterische Freiheit setzt eine sorgfältige technische Planung voraus. Werden Natursteinverarbeiter frühzeitig eingebunden, lassen sich Materialwahl, Gestaltung und konstruktive Anforderungen von Beginn an aufeinander abstimmen. Großformatige Platten allein machen eine Dusche nicht wasserdicht. Entscheidend ist eine fachgerecht ausgeführte Abdichtung unter dem Bodenbelag und hinter den Wandbekleidungen. Auch Materialstärken und die erforderlichen Aufbauhöhen müssen frühzeitig berücksichtigt werden.
Weiterführende Hinweise zur Planung und Ausführung von Natursteinböden enthält die 2021 vom DNV veröffentlichte Bautechnische Information „BTI 2.1 Fußbodenbeläge innen“ oder das DNV-Merkblatt „Rutschsicherheit von Bodenbelägen aus Naturwerkstein“.
Dieser Beitrag entstand unter Mitwirkung von Lauster Steinbau und Lulay Natursteinobjekte.